Was bedeutet eigentlich Po(h)len?


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Auszug aus der Großen Steuerkarte für Bayern aus dem Jahre 1822

Hier steht rechts neben dem Grundriss der Deutsch-Reformierten Kirche das Wort " P o h l e n " als Bezeichnung für den Platz.

(siehe auch Ortsblatt Erlangen (1821), dort als "Pohlner Plaz" bezeichnet)



Im Jahre 1792 berichtet Georg Friedrich Rebmann in seinem Buch Briefe über Erlangen von den ärmlichen Verhältnissen im Bereich des heutigen Bohlenplatzes:

... in den sogenannten Polen ... äußerst elend, ...



Johann Christoph Adelung schreibt in seinem Grammatisch-kritischem Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart des Jahres 1798 über das "h" in Po(h)len:

... die flüssigen Buchstaben ... so gern ein h vor sich haben, ...



Der Artikel zu "Pohlen" im Conversations-Lexicon von Brockhaus des Jahres 1809 erwähnt auch das Schicksal der polnischen Teilung.



Johann Georg Hertel blickt als Magister Reimlein in Unser Erlangen. Reminiscenzen eines Vierzigers aus dem Jahre 1843 zurück auf die Situation um 1818.




Quellen:
Bayer. Landesvermessungsamt, Gr. St. K. Erlangen im Jahre 1822. Nachdruck München 1981
Georg Friedrich Rebmann, Briefe über Erlangen. Frankfurt und Leipzig 1792; Faksimilenachdruck Erlangen 1984, S. 120 - 122
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 800
Brockhaus Conversations-Lexikon, Band 3. Amsterdam 1809, S. 459-460
M. Reimlein (d.i. Johann Georg Hertel): Unser Erlangen. Reminiscenzen eines Vierzigers. Erlangen 1843, S. 136 - 138


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